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Deutsche Gesellschaft für Chirurgie

Deutsche Gesellschaft für Chirurgie engagiert sich für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Berlin, Juli 2008 - Stellvertretend für die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) überreichte Professor Dr. med. Rainer Arbogast, Pforzheim, im Bundespräsidialamt Eva Luise Köhler einen Scheck zugunsten von Menschen mit seltenen Erkrankungen. Als Schirmherrin der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) nahm die Frau des Bundespräsidenten die Spende gemeinsam mit den ACHSE-Vorsitzenden Anne Kreiling und Dr. med. Andreas Reimann entgegen. Die Summe von 10 650 Euro ist der Erlös einer Kunstversteigerung der Firma Pfizer im Rahmen des 125. Kongresses der DGCH in Berlin.

An der feierlichen Übergabe am 2. Juli 2008 nahmen neben dem Kongresspräsidenten auch der Generalsekretär der DGCH, Professor Dr. Hartwig Bauer und Jürgen Bieberstein, Pfizer, teil. Eva Luise Köhler bedankte sich bei der DGCH im Namen der von seltenen Erkrankungen betroffenen Kinder und Erwachsenen.

Diese sind besonders auf Unterstützung und enge Zusammenarbeit von Ärzten, Forschern und Patientenorganisationen angewiesen. Denn für viele seltene Erkrankungen ist eine fachgerechte Behandlung nicht gewährleistet. "Gerade deshalb brauchen Betroffene vernetzte Strukturen, mit deren Hilfe sie die für sie bestmögliche Behandlung erreichen", schildert Professor Arbogast das Problem.

Eine Erkrankung gilt dann als selten, wenn nicht mehr als fünf von 10 000 Menschen daran leiden. In Deutschland sind insgesamt rund 4 000 000 Menschen von einer der etwa 5 000 seltenen Erkrankungen betroffen. Dazu gehören verschiedene Muskel- und Stoffwechselkrankheiten, bestimmte Formen der Netzhauterkrankung, Kleinwuchs oder Lungenhochdruck. Viele seltene Erkrankungen verlaufen schwer, schmerzhaft, gehen einher mit Behinderungen und sind lebensbedrohlich. Nach wie vor sind die Patienten unzureichend versorgt.

Die ACHSE hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, überregionale Selbsthilfeorganisationen für Menschen mit seltenen Erkrankungen aufzubauen, zu unterstützen und zu vernetzen. Sie fördert Forschungs- und Therapieeinrichtungen und unterstützt Mitgliederorganisationen bei eigenen Projekten. Seit dem Jahr 2005 ist Eva Luise Köhler Schirmherrin des Vereins.

Die von der DGCH und Pfizer gespendete Summe stammt aus dem Erlös einer Kunstversteigerung, die im Rahmen des 125. Chirurgenkongresses im April in Berlin stattfand. Mit Unterstützung von Pfizer verloste die DGCH Kunstwerke des Karlsruher Künstlers Wolfram Ketz. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie setzt sich für Forschung und Wissenschaft ein. Sie fördert zudem den chirurgischen Nachwuchs und trägt auf diese Weise dafür Sorge, dass Patienten individuell angepasste Therapien auf hohem wissenschaftlichen Niveau zu Gute kommen. Die DGCH hat derzeit 6 400 Mitglieder. 1872 in Berlin gegründet, gehört sie zu den ältesten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften.